Berliner Olympiastadion

Sports venues: creating holistic platforms - Installation

Die Geschichte des Berliner Olympiastadions beginnt mit den berüchtigten Olympischen Sommerspielen 1936. Die Nationalsozialisten bauten das Stadion nach den Plänen des Architekten Werner Marchas, ein überlebensgroßer propagandistischer Mechanismus, der der Welt die Tapferkeit des Dritten Reiches vor Augen führen sollte. Nach der Fertigstellung bot das Berliner Stadion 110.000 Zuschauern Platz für die Olympischen Spiele. Doch damit ist seine Geschichte noch nicht zu Ende.
Nördlich des Grünewalds gelegen, umfasste das Olympiastadion auf einer Fläche von 326 Hektar Sportanlagen, die für Pferdesportveranstaltungen, Hockey, Schwimmen, Fußball und mehr ausgestattet waren. Darüber hinaus wurde das Hauptstadion mit einer speziellen Plattform ausgestattet, auf der Hitler und seine Mitarbeiter die Spiele verfolgen konnten. Interessanterweise wurde das Olympiastadion selbst auf den Fundamenten des Stadions gebaut, das für die Olympischen Spiele 1916 errichtet worden war, die wegen des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs abgesagt wurden.

Abgesehen vom Glockenturm des Stadionkomplexes überstand das Olympiastadion den Zweiten Weltkrieg relativ unbeschadet. Unmittelbar nach dem Krieg besetzten alliierte Streitkräfte verschiedene Teile des Stadions und richteten dort ihr Hauptquartier ein. Tatsächlich blieben die britischen Streitkräfte bis 1994 in verschiedenen Funktionen im Stadion stationiert.
Gleichzeitig wurden Teile des Olympiastadionkomplexes weiterhin für Sportveranstaltungen genutzt. Die Bundesliga hielt hier Fußballspiele ab, wobei Hertha BSC als Heimmannschaft fungierte. In den 1960er Jahren brachten Soldaten aus den Vereinigten Staaten den Berlinerinnen und Berlinern durch eine Reihe von Ausstellungsspielen den American Football näher. 1974 fanden hier auch mehrere Spiele der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft statt.

1998, nach vielen Diskussionen darüber, was mit dem weitläufigen Stadion geschehen soll, das an die Vergangenheit Deutschlands erinnert. Schließlich wurde beschlossen, dass das Olympiastadion einer zweijährigen Renovierung unterzogen werden sollte. Im Jahr 2006 war es Schauplatz der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft.

Jetzt fungiert das Stadion als Mehrzweckarena. Hertha BSC spielt immer noch hier, und das Schwimmbad ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Manchmal finden hier Konzerte statt, und die Berliner Philharmoniker zahlen in der Wäldbruhne, die Teil des Olympiaparks ist. Es ist auch möglich, eine Führung durch das Stadion zu machen, bei der die Besucher die erstaunliche Geschichte des Stadions hautnah miterleben können.