Signal Iduna-Park

Signal Iduna Park - Picture of Signal Iduna Park, Dortmund ...


Bereits in den 1960er Jahren gab es Pläne, in Dortmund ein neues Gelände zu bauen. Das konnte sich die Stadt aber nicht leisten, und die regionalen Behörden waren nicht bereit, nachzugeben. Dann geschah das Unerwartete, als Köln 1974 seinen Platz auf der WM-Gastgeberliste verlor und Dortmund einsprang. Mit der Austragung des Turniers kam das Geld für ein neues Terrain. Nicht so viel, wie für Köln geplant war – statt eines großen Mehrzweckstadions im Wert von 60 Mio. DM wurden vier einfache Tribünen aus Fertighäusern entlang des Spielfelds zum halben Preis errichtet. Die Kapazität betrug 54.000 Plätze und blieb bis in die 1990er Jahre unverändert. Dann wurden Vorschriften eingeführt, die mehr Sitzplätze verlangten und eine Verringerung der Kapazität auf 42.800 erzwangen.

Aber diese Zeit war die große Erfolgsserie der Borussia, sowohl im Inland als auch im europäischen Fußball. So beschloss der Verein, als erster in der deutschen Geschichte, Erweiterungsbauten zu finanzieren, die den Austragungsort zu den früheren Zuschauerzahlen bringen sollten. Dank der zweiten Reihe über zwei Tribünen neben dem Spielfeld konnten 1995 wieder 54.000 Menschen den BVB sehen. Zwei Jahre später stiegen die Zahlen noch einmal an, nun dank der Erweiterung der zweiten Reihe am Nordende und der Erweiterung der Südtribüne mit Stehplätzen. Seither ist sie die größte Stehplatztribüne Europas mit insgesamt 24.454 Personen, die hinter nur einem Tor Platz fanden. Heute ist die Sudtribune für ihre großartige Atmosphäre bekannt und immer noch die größte ihrer Art.